Schlagwort: Digitalisierung

81fünf | Jahrestagung 2022

Austauschen – Netzwerken – Entwickeln

Oberthulba, 04.10.2022 – Partner im 81fünf-Netzwerk diskutierten über Zukunftsszenarien und aktuelle Entwicklungen auf der Jahrestagung in Hamburg.

Unsere Zukunft schreibt sich nicht einfach fort, sondern wir gestalten sie! Das war eine wichtige Botschaft auf der Jahrestagung des 81fünf-Netzwerks, zu dem wir von EYRICH-HALBIG Holzbau gehören. Analytische Zukunftsforscher, ethische Digitalisierungsexperten, werteorientierte Unternehmenslotsen und Verfechter einer ökosozialen Marktwirtschaft trafen auf interessierte und diskussionsfreudige Zimmereien und Planer aus ganz Deutschland. Ein spannender und konstruktiver Austausch, wie wir ihn in der 81fünf schätzen.

Im Netzwerk der 81fünf sind über 100 Zimmereien und Planer aus dem nachhaltigen Holzbau in Deutschland verbunden. Auch wir von EYRICH-HALBIG Holzbau sind Partner der 81fünf, weil wir den Austausch mit anderen Betrieben schätzen, die unseren hohen Anspruch an Qualität und den Respekt vor unseren natürlichen Baustoffen teilen.

Auf der diesjährigen Jahrestagung in Hamburg ging es Ende September zwei Tage lang um Zukunftsszenarien und aktuelle Entwicklungen im Holzbau. Die Holzbaubetriebe und Planer nutzen solche Treffen, um gemeinsam über den Tellerrand zu schauen und Standpunkte zu entwickeln.

Zukunft gestalten

Es gab einen besonders spannenden Aspekt, der sich durch alle Vorträge und Einheiten der Jahrestagung zog – vom Zukunftsforscher Dr. Daniel Dettling bis zum Vertreter einer ökosozialen Marktwirtschaft Prof. Franz Josef Radermacher:

Die Zukunft entwickelt sich nicht einfach aus der Vergangenheit.

Zukunft ist nicht linear, sondern es gibt vielfältige Variablen, auf die wir heute schon Einfluss haben. Angesichts der vielen Krisen und Unsicherheiten, die unser Leben zurzeit prägen, ist das eigentlich eine sehr positive Botschaft, die wir uns vielleicht häufiger in Erinnerung bringen sollten. Wir haben es in der Hand. Das gilt auch für den Hausbau. Mit jeder Entscheidung für ein Haus, der Auswahl der Baustoffe und dem Einsatz von Material und Energie haben wir alle es in der Hand, wie wir in Zukunft wohnen werden.

Fortschritt und Verbesserung

Gerd Prause, Digitalisierungsexperte für die Holzbauplanung, ergänzte diese Botschaft um eine ethische Perspektive. Er machte deutlich, dass nicht jede Innovation per se ein Fortschritt sei. Auch wir müssen uns immer wieder fragen: Hilft uns das, eine bessere Zukunft zu gestalten? Und: Was ist für uns – ganz konkret im Holzbau – eine bessere Zukunft? Wir stimmen Gerd Prause zu, dass dies Fragen sind, die wir über unsere Ethik beantworten müssen und nicht einfach dem Markt überlassen sollten.

Ein solcher Austausch – losgelöst von den Erfordernissen des Alltags – ist immer wieder wertvoll. Denn nachhaltige Entwicklung ist für uns von EYRICH-HALBIG Holzbau kein Schlagwort. Nachhaltige Entwicklung ist für unsere Hausbauweise und für uns als Unternehmen ein wichtiges Motiv.

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Text mit freundlicher Genehmigung von Komzepte im Auftrag von 81fünf. Fotos: 81fünf

Holzhausbauer blicken über den Tellerrand

Holzhausbauer blicken über den Tellerrand

Austausch über Zukunftsthemen gehört für Zimmermeister Michael Eyrich-Halbig zum Handwerkszeug

Oberthulba, 3.12.2018 – Von einem Handwerk mit Jahrhunderter langer Tradition erwartet kaum jemand, dass es sich mit Work-Life-Balance, Führungskräfte-Entwicklung oder Digitalisierung beschäftigt. Für Michael Eyrich-Halbig von Eyrich-Halbig Holzbau in Oberthulba gehören solche Zukunftsthemen und Tradition eng zusammen. „Nur wenn wir immer mit der Zeit gehen und uns stetig weiterentwickeln, können wir Häuser bauen, in denen die Menschen auch in Zukunft gern leben“, sagt Michael Eyrich-Halbig. Um regelmäßig mit anderen Holzbaubetrieben über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, ist er Partner der 81fünf. Dieses bundesweite Netzwerk aus Holzbaubetrieben und Architekten organisiert immer wieder einen Erfahrungsaustausch, um die Standards im ökologischen und hochwertigen Holzrahmenbau stetig voranzutreiben.

Michael Eyrich-Halbig hat in diesem Jahr besonders den Erfahrungsaustausch zur Unternehmensstrategie genutzt. „Es ist für uns eins der wichtigen Themen, um auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein“, sagt Eyrich-Halbig. Für ihn ist es ein gutes Gefühl, auf Augenhöhe diskutieren zu können. Die Erfahrungsgruppen der 81fünf werden von einem professionellen Coach geführt. Die Diskussionen und das Feedback zur eigenen Situation schaffen für die Betriebe eine Unternehmensbegleitung, die näher an den konkreten Bedürfnissen ist als eine klassische Unternehmensberatung. „Wir sprechen alle die gleiche Sprache“, so Zimmermeister Eyrich-Halbig.

Die Rahmenbedingungen der 81fünf-Partner sind sehr ähnlich: Es sind meist inhabergeführte Betriebe – einige schon in der zweiten oder dritten Generation. Sie setzen auf handwerkliche Qualität und individuelle Lösungen im direkten Kontakt zum Kunden. Für bautechnische Entwicklungen bleibt im Arbeitsalltag meist noch Zeit. Doch gerade, wenn die Nachfrage wie in diesem Jahr stark steigt, ist für strategische Entwicklungsfragen im Tagesgeschäft oft nur wenig Zeit.

Darum nehmen wir uns für den halbjährlichen Erfahrungsaustausch bewusst ein oder zwei Tage eine Auszeit. Dann geht es nur um Zukunftsthemen“.

Moderne Handwerksbetriebe planen schon lange nicht mehr von Auftrag zu Auftrag, sondern entwickeln ihr Angebot und ihre Prozesse. Kunden nehmen das oft nicht bewusst wahr, aber Eyrich-Halbig weiß, wie mit den richtigen Weichenstellungen die Zufriedenheit der Kunden weiter steigt. Und die steht für ihn von der ersten Beratung bis zur Fertigstellung immer im Mittelpunkt.

Text mit freundlicher Genehmigung von Komzepte im Auftrag von 81fünf.

Foto: Stefan Theßenvitz