Schlagwort: Kreislauf

Holz und Raumluft

Oberthulba, 22.11.2021 – Menschen umgeben sich seit Jahrhunderten mit Holz und fühlen sich in der Gegenwart von Holz sehr wohl. Folgender Beitrag klärt wichtige Fragen, beleuchtet zentrale Aspekte und liefert Fakten zum Thema Holz und Raumluft.

Wie wirkt sich Holz auf die Gesundheit aus?

Angesichts zunehmender Allergien und erhöhter Sensibilität kommt immer wieder die Frage auf, ob sich Holzgeruch positiv oder negativ auf die Gesundheit auswirkt. Während die Wissenschaft mit Studien keine Beeinträchtigung feststellen kann, legen Richtwerte des Umweltbundesamtes den Eindruck nahe, Holz könnte dem Körper schon in geringen Mengen schaden. Das verunsichert manche Menschen.

Forschung, Wissenschaft und Therapie befassen sich mit Holz

Die meisten Menschen empfinden Holz und dessen Geruch angenehm – vor allem Kiefernholz und Zirbelholz. Eine Studie des JOANNEUM RESEARCH (https://www.joanneum.at/) mit Hauptsitz in Graz untersuchte 2002 die Auswirkungen eines Zirbenholzumfeldes auf Kreislauf, Blutdruck, Schlafrhythmus, Konzentrationsfähigkeit, Wohlbefinden und vegetative Regulation. Den Endbericht mit Stand Oktober 2003 können Sie hier nachlesen: http://www.tomasoethof.com/de/Wohlbefinden_Endbericht.pdf.

Zedernholz, Myrrheholz und Sandelholz werden bei Kuren und Therapien eingesetzt. Für uns überwiegen die positiven Effekte von Holz. Dennoch haben wir auch im Blick, dass es Menschen gibt, die auf kleinste Mengen verschiedener Stoffe reagieren. Für ihre Gesundheit ist es wichtig, alle relevanten Quellen von Emissionen zu kennen und auszuwerten. Auch hier stehen wir mit unserem Knowhow zur Seite.

Jenseits der Emotionen gibt es auch Fakten

Angesichts zunehmender Allergien und erhöhter Sensibilität verstehen wir, dass dieser Holzgeruch bei einige Menschen auch Fragen aufwirft. Sie sind verunsichert, wenn sie von Emissionen, Terpenen, Aldehyden, Carbonsäuren oder von NIK-Werten und MAK-Werten hören. Wenn Michael Eyrich-Halbig, der bei uns für den Neubau zuständig ist, auf den Holzgeruch angesprochen wird und die sachlichen Hintergründe erklärt, verliert das Thema Raumluft schnell seine Emotionalität und Fakten treten in den Vordergrund.


Tatsächlich klafft zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den festgelegten Grenzwerten und Richtwerten für flüchtige organische Verbindungen, die sogenannten VOCs, eine Lücke. Während die Wissenschaft laufend mit neuen Studien nachweist, dass sich Holzgeruch nicht negativ auf die Gesundheit auswirkt, legen Richtwerte des Umweltbundesamtes den Eindruck nahe, Holz könnte dem Körper schon in geringen Mengen schaden. In der Praxis stellen wir immer wieder fest, dass Prüfverfahren und Messverfahren häufig Schwierigkeiten haben, wenn es um natürliche Stoffe und Prozesse geht. Denn bei den Richtwerten wird nicht zwischen natürlichen VOCs und VOCs aus industriell gefertigten Produkten unterschieden.

Emissionen finden wir immer und überall


Ein Experiment an der Technischen Universität Wien macht dieses Problem deutlich: Die Wissenschaftler haben gemessen, dass das Schälen einer Orange mehr VOC-Emissionen freisetzt als die OSB-Platten in einem 30 Quadratmeter großen Raum. Ist die mit Orangenduft durchzogene Raumluft eine Gefahr für einen gesunden Menschen? Das Gegenteil ist eher der Fall. Und das ist auch unsere Erfahrung mit Holz. Beispielsweise empfinden die meisten Menschen Kiefernholz und Zirbelholz als angenehm. Seit vielen Jahren erforschen Wissenschaftler:innen rund um die Welt die Wirkung von Wald und Waldgeruch auf das Immunsystem, auf die Abwehr von Krebszellen und vielen weiteren gesundheitlichen Aspekten. Hier finden Sie Informationen und weiterführende Links: http://www.landscapeandhealth.at/

Wir lieben Holz

Wir von Holzbau Eyrich-Halbig lieben unseren Baustoff. Er ist natürlich, hat sich über Jahrhunderte bewährt und wie beziehen ihn sogar aus der Region – ohne lange Transportwege. Holz ist ökologisch, nachhaltig und umweltverträglich – ob als Baum, als Balken oder Brett. Holz ist unsere Leidenschaft und die teilen wir mit unseren Baufamilien. Sie berichten uns immer wieder, wie sie sich über den leichten Holzduft und die wohlige Atmosphäre in ihrem Haus von HOLZBAU-EYRICH freuen. Wenn Sie Fragen zum Baustoff Holz haben, sprechen Sie uns an.

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Text mit freundlicher Genehmigung von Komzepte im Auftrag von 81fünf. Inhalte und Fotos der Broschüre in diesem Beitrag: „Kann Natur denn schädlich sein?“: Holzbau Deutschland – Institut e.V.

From Cradle to Cradle | Ein Haus wie ein Baum

Von der Wiege zu Wiege – from Cradle to Cradle – ist ein Nachhaltigkeitsprinzip, das in Kreisläufen denkt und so immer neuen Nutzen spendet. Was wir Holzbauunternehmen davon lernen können?

Oberthulba, 18.06.2020 – Die Vision der Cradle-to-Cradle-Designer ist klar und eindeutig: Ein Haus nimmt sich die Natur zum Vorbild. In der Natur ist alles für Kreisläufe ausgelegt und in Kreisläufen organisiert. Alles hat Sinn und Funktion.

Die Erkenntnisse des Cradle to Cradle-Designs lassen in vielen Bereichen und Branchen neue Produkte entstehen. Diese Erkenntnisse bestätigen und bestärken uns von EYRICH-HALBIG HOLZBAU auf unserem Weg im modernen Holzhausbau. Die Erkenntnisse zeigen uns neue Möglichkeiten und motivieren uns, das über Jahrhunderte bewährte Wissen unseres Handwerks weiter für nachhaltige Innovationen einzusetzen.

BAUEN MIT HOLZ WEGE IN DIE ZUKUNFT

BAUEN MIT HOLZ WEGE IN DIE ZUKUNFT

Wir sind mit unserem Betrieb Partner im Netzwerk der 81fünf. Hier tauschen sich Holzbauunternehmer, Zimmereien, Planer, Architekten und Haustechniker aus, um den Holzbau in Deutschland weiter zu entwickeln. Beim Thema Cradle to Cradle stehen die Partner von 81fünf im Austausch mit Professor Michael Braungart, der das Konzept Ende der 1990er-Jahre entwickelte. Der C2C-Pionier erläutert, wie sich der Ansatz auf den Hausbau übertragen lässt.

Nachhaltige Produkte

Wir brauchen Gebäude, die nützlich sind, die die Luft reinigen, die Wasser sauber halten, und die gut sind für alle Lebewesen

So lautet die Forderung von Prof. Braungart. Dafür gibt es bereits erste Baustoffe wie Sumpfkalk, der die Raumluft filtert, oder Dachziegel, die mit Hilfe der Sonne Stickstoffe in unbedenkliches Nitrat umwandeln. Immer mehr Produkte werden so hergestellt, dass sie positive Effekte aufweisen. Diese Produkte müssen nach ihrem Gebrauch nicht als Müll entsorgt werden, sie stiften einen neuen Nutzen.

Cradle to Cradle-Designer denken Produkte neu

Alles hat eine Funktion, nichts bleibt ungenutzt, es entsteht kein Abfall. Auf diese Weise wird ein positiver ökologischer Fußabdruck erzeugt. Das ist ein neues Denken. Für die Cradle to Cradle-Designer folgen die bisherigen Bemühungen zum Schutz des Klimas und der Umwelt einer falschen Grundüberzeugung. Den ökologischen Fußabdruck zu verringern, kann nicht das Ziel sein. “Weniger schlecht ist nicht gleich gut“, sagt Professor Braungart. Er wählt eine positive Sicht auf die Welt und möchte das Leben feiern. Dazu müssen wir nur technische und biologische Kreisläufe zusammenbringen.

BAUEN MIT HOLZ WEGE IN DIE ZUKUNFT

BAUEN MIT HOLZ WEGE IN DIE ZUKUNFT

Das Haus als Ganzes

Wir von EYRICH-HALBIG HOLZBAU sehen Häuser schon heute als Ganzes. Wir profitieren vom natürlichen Baustoff Holz, indem wir seine positiven Eigenschaften gezielt einsetzen. Dazu zählt auch die perfekte Integration einer energieeffizienten Planung, die Energiegewinne ermöglicht.

Dieses Plakat hat Professor Braungart für seine Cradle to Cradle Ausstellung auf der Architektur-Biennale in Venedig 2016 entworfen. Es bringt seine Vorstellungen vom Holzbau eindrucksvoll auf den Punkt.

Dieses Plakat hat Professor Braungart für seine Cradle to Cradle Ausstellung auf der Architektur-Biennale in Venedig 2016 entworfen. Es bringt seine Vorstellungen vom Holzbau eindrucksvoll auf den Punkt.

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Text mit freundlicher Genehmigung von Komzepte im Auftrag von 81fünf. Nachweis zur Grafik im Plakat: EPEA. Die Fotos zu BAUEN MIT HOLZ WEGE IN DIE ZUKUNFT sind von Marius Theßenvitz, alle weiteren Fotos sind von Stefan Theßenvitz.